Städte sind bereit für Zusammenarbeit in der Metropolregion

Es war eine hochrangige Runde, die am 27. Februar im darmstadtium auf Einladung der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain und der IHK Darmstadt über Chancen und Nutzen konkreter Kooperationen in der Metropolregion FrankfurtRheinMain diskutierte. Mit Jochen Partsch (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Dr. Helmut Müller (CDU), Horst Schneider (SPD) und Uwe Becker (CDU) waren dafür die Oberbürgermeister der Städte Darmstadt, Wiesbaden, Offenbach und der Kämmerer der Stadt Frankfurt im Darm­städter Kongresszentrum zusammengekommen. Gemeinsam mit Dr. Hans-Peter Bach, den Präsidenten der IHK Darmstadt, einigten sie sich unter der Moderation von Manfred Köhler (Frankfurter Allgemeine Zeitung) auf gemeinsame Handlungsfelder für eine kommunenübergreifende Zusammenarbeit in FrankfurtRheinMain.

Vor allem in den Themen Energie, Infrastruktur und Gesundheit sehen die kommunalen Spitzenpolitiker viel Potenzial für Kooperationen. Dass eine solche sehr gut funktionieren kann, zeigten erfolgreiche Beispiele wie die in der Rhein-Main Abfall GmbH gebündelte regionale Abfallentsorgung oder der Kulturfonds FrankfurtRheinMain. Auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund und die FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region seien bewährte Kooperationsformen, die für andere Handlungsfelder Mut machten.



Worin sich die Diskutanten ebenfalls einig waren: Es habe bisher noch keine Gruppe von kommunalen Verantwortungsträgern in der Metropolregion gegeben, die so eng zusammengearbeitet habe wie die an diesem Abend in Darmstadt versammelte.

Wie wichtig die zunehmende regionale Vernetzung für FrankfurtRheinMain ist, machte Dr. Hermann-Josef Lamberti in seiner Key Note eindrucksvoll klar. Der Vorstand der Deutschen Bank - er engagiert sich seit Jahren auch als Vorstandsmitglied der Wirtschaftsinitiative für die Region -  richtete den Blick der 120 hochrangigen Gäste aus Wirtschaft und Politik auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit von FrankfurtRheinMain. Die Botschaft des Top-Managers: Die Region habe mit ihrem immens starken Clustern Finance, Mobilität, Pharma / Chemie und IT das Potenzial, auch im globalen Vergleich vorne dabei zu bleiben. Der Wettbewerbsdruck nehme dabei aber extrem zu. Wie schnell und umfassend sich die ökonomischen Prozesse verändern, veranschaulichte Dr. Lamberti am Beispiel seines Unternehmens: „Die Deutsche Bank erwirtschaftet heute über 60 Prozent ihrer Erträge außerhalb Deutschlands. Vor gerade mal 15 Jahren war das Verhältnis noch genau umgekehrt". 

Auch der Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsinitiative Prof. Wilhelm Bender wies in seinem Begrüßungsstatement auf den globalen Kontext hin, vor dessen Hintergrund in FrankfurtRheinMain über regionale Kooperationsmöglichkeiten diskutiert wird: „Angesichts der ungeheuren Dynamik in anderen Kontinenten kommen wir nur gemeinsam weiter. Momentan sind wir aber in vielerlei Hinsicht einfach noch zu langsam."

Foto: darmstadtium / juergenmai.com
Datum:27.02.201218:00 Uhr

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