Die Wirtschaftsinitiative nimmt mit fünf Kernforderungen Stellung zum Neuentwurf des Ballungsraumgesetzes
Der
Nachfolgeentwurf zum Ballungsraumgesetz liegt vor. Das soll ab dem 1. April des
kommenden Jahres vom Gesetz über die Metropol-region Frankfurt/ Rhein-Main abgelöst
werden. Die wesentlichen Eckpfeiler der Neufassung: Ein Führungsgremium statt
bisher zwei und mehr Kompetenzen für den Regionalverband - bei gleichem
Gebiets-zuschnitt. Die Wirtschaftsinitiative hat jetzt zu dem Gesetzesentwurf,
der von den Fraktionen der CDU und FDP im Hessischen Landtag erarbeitet wurde, Stellung
genommen.
Eine
stärkere Einbindung der Wirtschaft, eine deutliche Ausdehnung des
Geltungsbereichs und eine weitergehende strukturelle Stärkung der
Metropolregion - das sind drei der fünf Kernforderungen, mit denen die Wirtschaftsinitiative
auf den Entwurf der Hessischen Landesregierung reagiert. Zudem verlangt sie für
alle profitierenden Gebietskörper-schaften mehr Verbindlichkeit bei der
Beteiligung an regional bedeut-samen Aufgaben wie zum Beispiel dem regionalen
Standort-marketing. Ein weiteres notwendiges Handlungsfeld sieht die
Wirtschaftsinitiative in einer stärkeren länderübergreifenden Kooperation. Konkret
fordert sie für die Metropolregion FrankfurtRheinMain „gleichberechtigte
Kompetenzen, wie sie zwischen den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und
Rheinland-Pfalz für die Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung des
Rhein-Neckar-Gebietes im Jahr 2005 vereinbart wurden."
Die
Dynamik gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen konzentriert sich
immer stärker auf Metropolregionen. Vor diesem Hintergrund vertritt die
Wirtschaftsinitiative die klare Position, dass sich auch FrankfurRheinMain als
einer dieser verdichteten Großräume „zu einer politisch schlagkräftigeren und
effektiveren Einheit entwickeln muss." Zumal aktuelle Studien zu den
funktionalen Verflechtungen in der Region zeigen, wie stark die Region von den
Menschen und Unter-nehmen als Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum schon längst
angenommen worden ist. Die Wirtschaftsinitiative weist in diesem Zusammenhang
auch auf die Ergebnisse der Hertie-Studie aus September 2010 hin. Diese belegt
die hohe Identifikation der Menschen in der Region mit FrankfurtRheinMain.
Als
zweites zentrales Argument für ihre Forderung nach mehr Verbindlichkeit und
Tempo im regionalen Entwicklungsprozess führt die Wirtschaftsinitiative den
intensiver werdenden Wettbewerb zwischen den internationalen Metropolregionen an.
Die Veränderungsgeschwindigkeit sei hierbei ein wesentlicher Wettbewerbsparameter.
Deshalb geht es aus Sicht der Wirtschaftsinitiative vor allem auch darum, die
Abstim-mungsprozesse in der regionalen Zusammenarbeit weiter zu vereinfachen und somit die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Metropolregion zu beschleunigen.
Die
Stellungnahme der Wirtschaftsinitiative im
Wortlaut. Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain
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