Wirtschaftsgespräche am Main
mit René Obermann
Auf Datenautobahnen in die neue digitale Welt
- was Telekommunikation in Zukunft leisten muss
Kurzfilm zur Veranstaltung
Schneller und mobiler Austausch von Daten, ortsunabhängiger Zugriff, Digitalisierung von Bildern und Tönen - die Leistungsfähigkeit und die Möglichkeiten der Telekommunikation haben sich in den vergangenen Jahren dramatisch verändert. In welchem Tempo wir uns auf eine neue digitale Welt zubewegen, darüber sprach Telekom-Chef René Obermann in seinem Vortrag "Telekommunikation im 21. Jahrhundert" bei den Wirtschaftsgesprächen am Main.
Vor über 100 Mitgliedern und Gästen der gemeinsamen Veranstaltung von Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain, der FAZ, der Messe Frankfurt und dem Hotel InterContinental Frankfurt zeigte der Vorstandsvorsitzende des größten europäischen Telekommunikationsdienstleisters auf, was diese Entwicklung für seine Branche bedeutet.
"Es geht alles sehr, sehr schnell: Hat das Videoportal YouTube vor drei Jahren gerade einmal 800.000 Kontakte pro Monat verzeichnet, sind es heute über 13 Milliarden." Dies war nur ein Beispiel, mit dem Obermann seinen Zuhörern die Explosion von Nachfrage und Nutzung multimedialer Angebote in den letzten Jahren veranschaulichte. Konsequenz dieser Entwicklung: Es muss eine Infrastruktur geschaffen werden, die diese neuen Anforderungen bewältigt.
Die Lösung sieht Obermann im Ausbau moderner Glasfasernetze, in die der Marktführer Telekom gemeinsam mit seinen Wettbewerbern investieren möchte. Im Hinblick auf die von der Politik verantwortete Preisregulierung stellte Obermann klar, dass für diese Investitionen auch die Rahmenbedingungen stimmen müssten. "Angesichts des notwendigen Volumens von 40 bis 50 Milliarden Euro brauchen wir Planungssicherheit. Wenn die Preise für unsere Dienstleistungen wie in den vergangenen elf Jahren weiter fallen, amortisieren sich diese Kosten nicht." Verzögerungen beim Ausbau der Netze könne sich der Wirtschaftsstandort Deutschland aber nicht leisten. Denn, so der Telekom-Vorstand weiter, "Telekommunikation und Informationstechnologie sind die Lebensadern einer Volkswirtschaft."
Gute Nachrichten hatte Obermann - unabhängig von allen Herausforderungen der neuen digitalen Multimediawelt - für den Wirtschaftsstandort FrankfurtRheinMain. Er stellte klar, dass Frankfurt entgegen einiger Spekulationen Hauptsitz von T-Systems bleiben wird. Und er unterstrich die wichtige Rolle des Telekom-Standortes Darmstadt als Forschungszentrum des Konzerns, dem nach der Hauptverwaltung in Bonn zweitgrößten Standort des Unternehmens.
Kurzfilm zur Veranstaltung