Wirtschaftsgespräche am Main

mit Heidemarie Wieczorek-Zeul

Die Ergebnisse

Globale Verantwortung macht Entwicklungshilfe notwendig,
Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul zu Gast bei den Wirtschaftsgesprächen am Main

Unter der Überschrift „Wachstum und Verantwortung in einer globalisierten Welt“ referierte Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, jetzt bei den „Wirtschaftsgesprächen am Main“. Rund 100 interessierte Gäste hatten sich eingefunden, um der gemeinsamen Veranstaltung von Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem InterContinental und der Messe Frankfurt beizuwohnen.

Mit deutlichem Enthusiasmus sprach die Ministerin über ihre Arbeit mit zahlreichen Handlungsfeldern weltweit. So betonte Wieczorek-Zeul die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft, in instabilen Staaten wie Birma tätig zu werden ebenso wie die Notwendigkeit der Entschuldung von Entwicklungsländern und des Kampfes gegen Armut und HIV.

Auch das Thema China blieb nicht außen vor. Kritische Nachfragen des Publikums bewiesen, dass Entwicklungshilfe für das wirtschaftlich und politisch aufstrebende Land vor dem Hintergrund einer strittigen Menschenrechtspolitik auch im kleinen Kreis der Gäste der Wirtschaftsgespräche nicht unumstritten ist. „Die Unterstützung des Landes steht seit der Tibetkrise auf dem Prüfstand und wird beurteilt“, so die Ministerin. Dennoch sei die Beihilfe nach wie vor nicht generell in Frage gestellt. „Wir wollen die rechtsstaatlichen Prinzipien voran bringen. Außerdem erhalten solche Unternehmen Unterstützung, die auf erneuerbare Energien setzen.“

Einen weiteren wichtigen Aspekt für die Weiterentwicklung benachteiligter Länder sah Wieczorek-Zeul in den so genannten Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft, Initiativen zur „Corporate Social Responsibility“. Unternehmen verpflichten sich hierbei freiwillig zur Einhaltung menschenwürdiger Bedingungen wie z.B. Kernarbeitsnormen. „Solche Vereinbarungen beeinflussen die Rahmenbedingungen in den Partnerländern positiv“, ist Wieczorek-Zeul überzeugt.

Die Entwicklung eines Stufenplans zur Steigerung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit sei, so die Ministerin, „eine der größten Leistungen für globale Verantwortung der Koalition“. Und auch über die humanitären Aspekte hinaus gebe die Entwicklungszusammenarbeit wichtige positive Impulse. „Dies ist das kostengünstigste sicherheitspolitische Handeln.“
Datum:29.08.2008

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