Hertie-Studie: FrankfurtRheinMain ist Realität
Gibt es in FrankfurtRheinMain
eine charakteristische eigene Lebensart? Wird die Metropolregion von ihren
Bewohnern als identitätsstiftend wahrgenommen? Leben diese gerne hier? Und wenn
ja, warum? Das waren einige der zentralen Fragen der Hertie-Studie
FrankfurtRheinMain - einer Bevölkerungsstudie, die erstmals eine ganze Region konkret
in den Blick nimmt. Initiiert hat sie der FrankfurtRheinMain - Verein zur
Förderung der Standortentwicklung e.V. in Kooperation mit der Stadt Frankfurt.
Den Mitgliedern der Wirtschaftsinitiative wurden die mit Spannung erwarteten
Ergebnisse am 23. September in der Villa Merton vorab präsentiert. Die
wichtigsten und für die Macher des
regionalen Entwicklungsprozesses überaus positiven Resultate: Fast Dreiviertel
der insgesamt 3.000 Befragten fühlen sich als Bewohner der Region -
identifizieren sich also in einem hohen
Maß mit FrankfurtRheinMain und nehmen sie als zusammenhängende Einheit wahr.
Was sie dabei besonders schätzen, ist die Vielfalt von Lebensstilen, Landschaften
und Kultur auf vergleichsweise überschaubarem Raum. Im Umkehrschluss heißt das:
Gerade diese Vielfalt von Lebensstilen und teilweisen schroffen Gegensätzen
führen offenbar dazu, dass ganz unterschiedliche Menschen Heimaltgefühle in
FrankfurtRheinMain entwickeln. Ein Pfund, mit dem die Region im
Standortwettbewerb, der ja vor allem auch ein Wettbewerb um internationale
Talente ist, wuchern kann. Die Bewohner der Metropolregion selbst müssen von
deren Attraktivität nicht mehr überzeugt werden: 90 Prozent der Befragten gaben
an, gern oder sehr gern in FrankfurtRheinMain zu leben.
Vorgestellt wurde die
Studie von Prof. Klocke vom Forschungszentrum demografischer Wandel der FH Frankfurt und Dr. Götz vom Frankfurter Institut für sozial-ökologische Forschung. Beide fungierten bei der Erstellung der Studie gemeinsam mit Klaus Hurrelmann als wissenschaftliche Leiter. Die
telefonische Befragung der Bewohner erfolgte durch TNS Infratest
Sozialforschung.